Schwarzer Tresen 06.12.16

Theke: 19:00 Uhr mit freundlicher Unterstützung von Ohne Mampf kein Kampf

Vortrag: 19:30 Uhr mit Dr. Emre Arslan

Thema: Türkische Graue Wölfe in der Türkei und in Deutschland

Dr. Emre Arslan berichtet über seine soziologischen und
politikwissenschaftlichen Studien bezüglich der Grauen Wölfe in der
Türkei und in Deutschland. Im Vortrag wird es um die Geschichte und
Weltanschauung der Grauen Wölfe gehen. Welche Verbindungen gibt es zur
AKP und welche Tätigkeiten führen diese in der Türkei, im Kontext der
aktuellen Situation aus? Wie groß ist deren Organisierungspotenzial und
wie stark aufgestellt sind die Grauen Wölfe eigentlich aktuell in
Deutschland? Wie gestalten diese ihre Jugendarbeit? Welche sind die
wichtigsten Organisationen und Gruppierungen? Welche Erkennungsmerkmale
der Wölfe gibt es.
Anschließend können wir gemeinsam über mögliche Strategien gegen die
Grauen Wölfe diskutieren.


Im AZ Mülheim

Schwarzer Tresen 27.10.2016

Einführung in den Anarchafeminismus

Was ist Anarcha-Feminismus?

Ist der Anarchismus von sich aus eine feministische Strömung? Welche Kritik gibt es an der (weißen und bürgerlichen) feministischen Geschichtsschreibung aus libertärer Perspektive? Wie hat sich Anarcha-Feminismus entwickelt und welche Grsuppen und Personen waren dabei prägend? Was bedeutet das alles für anarchistische und feministische Bewegungen heute?
Zu diesen Fragen wird es einen Input von etwa 45 Min. geben um danach gemeinsam zu diskutieren.

Introduction to anarcha-feminism

Is anarchism inherently feminist? Which aspects does anarchism criticise when it comes to white and upper_middle-class feminism? How did anarcha-feminism develop? What groups and people were important in evolving it? What’s the meaning of all this for anarchist and feminist movements today?
There will be a short presentation on these questions (about 45 mins) in order to focus on joint discussion afterwards.

Beginn: 19.00 Uhr

Vortrag: 19.30 Uhr

Aufruf Schwarzer Tresen

Wir, das Schwarze Brett kündigen mit Pauken und Trompeten unseren ersten Schwarzen Tresen für den 27.10.2016 im AZ Mülheim an.

Im Bereich Mülheim, Essen, Oberhausen und Duisburg nehmen wir eine Vielzahl anarchistisch, libertär und antiautoriär denkende Menschen wahr. Während es in Städten rund um diese Regionen bereits stabile Gruppierungen gibt, sieht es in unserer Region eher mau aus. Lediglich das FAU Syndikat Duisburg/Ruhrgebiet ist seit eh und je präsent. Leider konnten wir bisher nicht wahrnehmen, dass sich darüber hinaus langfristig aggierende Strukturen bildeten. Dabei braucht es in diesen Zeiten mehr als nur Feuermelderaktionen gegen Nazis und Rechtspopulist*Innen die auch nicht immer das Schlimmste verhindern.
Es braucht soziale Strukturen für Menschen, die Armut und gesellschaftlicher Vereinsamung entfliehen wollen, hin zu einer solidarischen Organisierung des gemeinsamen Alltags, auf der Basis freiwilliger Vereinbarungen.
Nur wenn wir es schaffen so viel wie möglich stabile und langfristig bestehende Strukturen, in allen Lebensbereichen aufzubauen, können wir es schaffen gesellschaftliche Umwälzungsprozesse voranzubringen.

Wir wollen daher eine Plattform bieten um sich zu informieren, zu diskutieren, zu organisieren, zu vernetzen und sich kennenzulernen damit viele großartige Projekte, Gruppen und Aktionen entstehen können.

Der Tresen soll keine theoretische Hochburg werden, sondern unterschiedliche Interessen ansprechen. Aktuelle gesellschaftlich und politisch relevante Themen sollen genauso Platz haben wie historische Themen.

Wir sehen uns dabei nicht primär als Dienstleister*Innen, die für Genoss*Innen und Interessierte Infrastruktur bereitstellen, sondern eher als Partner*Innen, die gemeinsam mit Anderen den Tresen organisieren.
Wenn ihr also eine oder mehrere Ideen habt kontaktiert uns.

Vorerst wird der Tresen jeden zweiten Monat, am vierten Donnerstag stattfinden. Immer mit Vortrag und dem üblichen Rahmenprogramm. Los geht’s um 19:00 Uhr. Der Vortrag beginnt dann um 19:30 Uhr.

Als ersten Vortrag haben wir die Gruppe “About:fem” eingeladen, die uns eine Einführung in den Anarchafeminismus geben wird. Natürlich ist die Auswahl des Vortrags mit Bedacht gewählt worden. Wir beobachten, dass es kaum feministische Strukturen im westlichen Ruhrgebiet gibt, die Herrschaft als Ganzes zur Disskussion stellen. Wir beobachten allerdings sehrwohl großes Interesse, an, im weiteren Sinne feministischen Inhalten. Unser Ziel ist es die Idee und das Anliegen von Anarchafeminismus mehr in die Öffentlichkeit zutragen. Es bleibt für uns zu hoffen, dass der Vortrag einige Viele überzeugt sich herrschaftskritisch zu organisieren.

Wir sehen uns am 27.10.16 ab 19 Uhr im AZ Mülheim.

Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft!

Solidarität mit dem Refugeestrike in Bochum

Seit Donnerstag protestieren etwa 80 Geflüchtete auf dem Rathausplatz in Bochum
gegen das neue rückschrittliche „Integrationsgesetz“, welches am 06.08 diesen
Jahres in Kraft trat und rückwirkend bis zum 01.01.2016 gilt. Bis Samstag wird
das Protestcamp von Stadt und Polizei geduldet, danach soll es geräumt werden.
Die im „Integrationsgesetz“ enthaltende „Wohnauflage“verlangt, dass Geflüchtete
ihren Wohnsitz in dem Bundesland zu nehmen haben, in dem ihr Asylantrag
bearbeitet wurde. Dadurch sollen Geflüchtete beispielsweise aus Bochum
vertrieben werden, die ihren Lebensmittelschwerpunkt längst in Bochum
gefunden haben. Diese Menschen haben in den vergangenen neun Monaten eine
Wohnung gefunden, einen Sprachkurs, Kindergärten oder Schulen für ihre Kinder,
soziale Kontakte geknüpft und dementsprechend ein neues zu Hause in Bochum gefunden.
Nun reißt das „Integrationsgesetz“ eben diese Menschen aus ihrem Umfeld und
zwingt sie in Gebiete zu ziehen, die ihnen fremd sind, in denen sie keine
Zukunft haben, wo viele von ihnen rassistische und fremdenfeindliche Erfahrungen
gemacht haben und wo sie einen kompletten Neuanfang starten müssen. Seit dem
01.09 bekommen Menschen, die von diesem Gesetz betroffen sind kein Geld mehr vom
Jobcenter, können keine Wohnung mehr beantragen und werden in den nächsten
Wochen und Monaten aus ihrem neuen Leben herausgerissen und dann im Stich
gelassen.

Wir, als Schwarzes Brett solidarisieren uns mit dem Protest und rufen dazu auf, den Protest zu unterstützen. Wir vertrauen dabei nicht auf eine parlamentarische Lösung. Gesetze wie das Integrationsgesetz sind dazu da Menschen zu vertreiben, einzusperren zu kontrollieren und zunormieren.
Die Lösung kann nur sein, selbstorganisierte Strukturen aufzubauen und dauerhaft zu betrieben. Die Lösung kann nur sein Proteste von unten aufzubauen und gegen die Unterdrückung durch Kapital und Staat vorzugehen.
Daher fordern wir alle Menschen auf sich mit den Streikenden zu solidarisieren um gemeinsam an den Grundmauern einer herrschaftsfreien Gesellschaft zu wirken.

Kommt nach Bochum, seid solidarisch und zeigt den Parlamenten, dass wir alle nicht tatenlos daneben stehen, wenn Menschen aus ihrem Leben gerissen werden.

Präsens auf dem Antiracamp in Oberhausen (17-20.08.16)

Seit einem Jahr geht der Infostand als Anarchistische Gruppe im westlichen Ruhrgebiet auf Tour. Während dem Antiracamp in Oberhausen sind wir nun das erste Mal mit deutlich mehr Aktivität als „nur“ einem Infostand aufgetreten. So haben wir einen Workshop anbieten können und einen 20-30 Minuten Input mit dem Referenten Rudolf Mühland durchsetzen können.
Trotz einiger Schwierigkeiten ist unser Auftritt mit der niedrigen Besucher*Innenanzahl auf dem Camp als sehr positiv zu bewerten..
Wir haben es geschafft eine Vielzahl anarchistischer Inhalte zu verbreiten und sachliche, offene Diskussionen zuführen, die zum Abbau von Vorurteilen und neuen Perspektiven führten. Für uns ist deutlich wahrzunehmen wie das Interesse an herrschaftsfreien Inhalten in der Region, zunimmt. Wir haben für uns das Resümee gezogen, politisch mehr in die Offensive gehen zu wollen, um uns von dem Image einer reinen Infostandgruppe abzuheben. Insofern rufen wir alle Genoss*Innen dazu auf, auf Ankündigungen unsererseits zu achten.
Lasst uns gemeinsam der Zukunft entgegen gegen.
Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft.