Archiv der Kategorie 'Termine'

Klimaaktivistischer Workshoptag 12.08.17

Seit Jahrzehnten verschlechtern sich die klimatischen Bedingungen auf der ganzen Welt.
Wir brauchen gar nicht so lange nach Klimaschäden zu suchen. Sie begleiten den Alltag jedes Einzelnen von uns. Wer dann doch die harte Nummer will, den laden wir ein das rheinische Braunkohle Revier aufzusuchen und das gigantische Ausmaß von Zerstörung zu besichtigen. Das rheinische Braunkohlerevier ist der größte CO2 Killer in Europa. Wer hätte es gedacht. Politik und Wirtschaft haben bisher kein Interesse gezeigt dem ein Ende zu setzen. Wer wirkliche Veränderung will, muss selbst aktiv werden.
Daher laden wir euch am 12.08.2017 zum klimaaktivistischen Workshop im AZ Mülheim ein. Der Workshop richtet sich vor allem an Klimaaktivist*Innen, die im besten Fall bereits eine Bezugsgruppe gefunden und Interesse an Kleingruppenaktionen haben. Ziel ist es alle Teilnehmenden bei der Optimierung ihrer kommenden Protestaktionen zu unterstützen.
Der Workshoptag findet in Kooperation mit dem Hambacher Forst und der libertären Klimakampagne Zucker im Tank statt.
Die Veranstaltung startet um 11 Uhr. Schlafplätze können, ggf. begrenzt zur Verfügung gestellt werden. Im Folgenden findet ihr den Tagesablauf:

11:00-11:35 Uhr Tageseinstieg

11:35-14:35 Uhr Gesa und Knast

Zucker im Tank bietet einen Workshop zum Thema Gesa
(Gefangenensammelstelle) und Knast an. Wir glauben das Thema sollte
nicht zu kurz kommen, da das Repressionsorgan nicht abnimmt. Der
Workshop ist dazu da, auf Erfahrungen zurückzugreifen und sich selber
in dem Punkt reflektieren zu können.

Referent*In: Zucker im Tank

11:35-13:05 Uhr Umfeldworkshop

Unsere Mobi zielt in erster Linie auf die Aktionstage im Rheinischen
Brauchkohlerevier ab. Damit auch ihr die Umgebung kennt und
strategische Punkte kennenlernt, haben wir einen Workshop
zusammengestellt der unser Wissen zum Revier an euch weitergeben soll.

Referent*In: Zucker im Tank

13:05-13:30 Uhr Pause

13:30-16:30 Uhr Basteln

Eine Aktion besteht nicht immer nur aus uns Menschen allein, kleine
Hilfmittel können zu einer gelungenen Aktion beitragen.

Referent*In: Zucker im Tank

13:30-16:30 Uhr Klettern

Auf Bäumen rum klettern ist für viele Dinge gut. Mensch kann sie besetzen, Transpis in ihnen aufhängen und einfach mal von oben über die Bullen lachen, die versuchen dich runterzukriegen. Und weil klettern nicht so schwer ist, wie es aussieht, wollen wir euch zeigen, wie es geht. Leider haben wir nur Zeit die einfachen Grundlagen zu vermitteln, aber vielleicht hat ja so manch eine*r danach Lust, mehr zu lernen.

Referent*In: Hambacher Forst

16:30-17:30 Uhr Pause

17:30-20:30 Uhr Presse

Zu einer gelungenen Kleingruppen-Aktion gehört oft auch die
Presse-Arbeit. Wie ihr eure Botschaft medienwirksam verpacken und
selbstbewusst mit Journalist*innen umgehen könnt, lernt ihr in diesem
Workshop.

Referent*In: Zucker im Tank

17:30-19:30 Uhr Vortrag: Direkte Aktionen im Hambacher Forst

Seit fünf Jahren ist der Hambacher Wald besetzt, um ihn vor den Kettensägen RWEs zu beschützen und der Umweltzerstörungen durch Braunkohleabbau entgegenzutreten. Aber was bedeutet das? Hier werden seit fünf Jahren Baumhäuser gebaut, belebt und verteidigt, es werden Bodenstrukturen geschaffen, ein dauerhaftes Wiesenprotestcamp am Leben gehalten und vor allem direkte Aktionen gegen RWE durchgeführt.
Und wenn wir direkte Aktionen gegen RWE durchführen, dann bedeutet das direkte Aktionen gegen Klimawandel, gegen Kapitalismus und Ausbeutung. Gleichzeitig versuchen wir unser Leben im Wald herrschaftsfrei zu gestalten, Gegenstrukturen aufzubauen und Solidarität zu leben.
Aber langsam sind wir am Rande unserer Kapazitäten. Die nächste Rodungssaison beginnt im Oktober, und um RWE etwas entgegensetzen zu können, müssen wir viele sein. Darüber, was in der Vergangenheit passiert ist, darüber, wie du mitmachen kannst, darüber, wie wir gemeinsam für eine Welt jenseits von kapitalistischen Zwängen kämpfen können, wollen wir reden.

Referent*In: Hambacher Forst

Wir freuen uns über viele Menschen, die diesen Tag für sich nutzen werden.Bitte meldet euch bis zum 31.07.17 verbindlich an (Key auf Anfrage verfügbar). Anmelden bitte ausschließlich hier. Es wird verschiedene Infostände geben und wir werden erfreulicherweise wieder von ohne Mampf kein Kampf unterstützt.
ACHTUNG: DIE ANMELDEFRIST WURDE AUFGEHOBEN. TEILNAHME NUN AUCH OHNE ANMELDEFRSIT MÖGLICH
Selbstverständlich rufen wir auch dazu auf sich an Protesten gegen die Rodung des Hambacher Forstes, beim Klimacamp im Rheinland und dem Aktionstagen zu beteiligen und auch grundsätzlich nationale wie internationale Proteste zu unterstützen. Gerne könnt ihr unsere Veranstaltung mitbewerben.

Up the trees down with capitalism.

Bis baldigst
Anarchistische Gruppe Schwarzes Brett

Schwarzer Tresen 26.07.2017

Klimabewegung im deutschsprachigen Raum. Wo sie herkommt und wo sie hin will?

Schon seit Beginn der Zivilisation stehen Mensch und Natur im Konflikt. Mit dem Wandel unseres Klimas hat dieser heute globale Dimensionen erreicht, deren Außmaße noch längst nicht absehbar sind.

Zu jeder Zeit gab es Menschen, die lokal und regional gegen den Abbau von Kohle und ihre Folgen gekämpft haben. Der monopolistische oder kolonialistische Hunger nach Brennstoffen kapitalistischen Wachstumsstrebens führt unweigerlich zu ökologischen Katastrophen und sozialer Ungleichheit. Vertreibung, Ausbeutung von Arbeiter*innen und Verfolgung von Kritiker*innen und Aktivistis sind Ausdruck dieser reprssiven Machtstrukturen.
Mit Auswirkungen auf das Leben aller zeigt sich am Klimawandel heute die Verwobenheit unserer Kämpfe gegen Herrschaft und die Notwendigkeit zu handeln. Die wachsende Klimabewegung im deutschsprachigem Raum ist nur ein Beispiel für den Widerstand. Unsere Solidarität im gemeinsamen Kampf für Freiheit und Gleichheit kennt keine Grenzen. Die Aktionen vor unserer Haustür stehen auch und vor allem im Zeichen der Klimagerechtigkeit, denn die unmittelbaren Konsequenzen des Klimawandels treffen nicht die Verursacher in den sogenannten Industieländern, sondern vor allem die Menschen im politischen Süden.

Der Raubbau für fossile Brennstoffen ist nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr zu rechtfertigen! Der Mythos vom “Klimaschutzland” Deutschland gehört ins Land der Märchen.
In Zeiten wachsender Proteste wollen wir die Ursprünge der hiesigen Klimabewegung ergründen und Hintergründe vorstellen. Über aktuelle Aktionsformen sollen Perspektiven und Möglichkeiten der libertären Bewegung diskutiert werden.

Der Vortrag wird von ausgeCO2hlt gehalten, die sich als klimapolitische Gruppe in der Region für den sofortigen Braunkohleausstieg einsetzt.

Theke 19:00 Uhr und Vortragsbeginn 19:30 Uhr im AZ Mülheim

Schwarzer Tresen 25.05.2017

Zeitzeuginnengespräch: Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Kurz nach der Machtübergabe an Hitler am 30. Januar 1933 begann die
massenhafteVerhaftung von Hitlergegner*Innen.
Durch die Gestapo verhaftet wurden viele Gewerkschafter*innen,
Kommunisten*Innen, Sozialdemokraten*Innen, Christen*Innen und
Anarchist*Innen. Sie hatten vor Hitler gewarnt, versucht, das
faschistische Regime zu verhindern, unter ihnen zahlreiche Männer* und
Frauen* aus Arbeiter*Innenfamilien.
19 Jahren alt war Willi Rattai, als er im Sommer 1933 in Essen verhaftet
wurde. Die Gestapo warf ihm vor, illegales Material gegen Hitler und die
Nazis verbreitet zu haben. Er wurde gefoltert und wegen „Vorbereitung
zum Hochverrat“ zu über zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Unmittelbar nach seiner Entlassung wurde er ins Konzentrationslager
verschleppt. Mehrere KZs hat Willi Rattai durchlaufen müssen.
Auch Peter Gingold hatte sich schon vor 1933 gegen die aufkommende
faschistische Gefahr engagiert. 17 Jahre alt war Peter, als er im Sommer
1933 mit seiner jüdischen Familie nach Frankreich emigrierte. Mit der
Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht holte ihn der
faschistische Terror wieder ein. Peter Gingold und seine Frau Ettie
schlossen sich dem französischen Widerstand, der Résistance, an. Peter
Gingold fiel durch Verrat in die Hände der Gestapo.
Margret Rest wird über Widerstand und Verfolgung ihres Vaters Willi
Rattai erzählen und Alice Czyborra über ihre Eltern Ettie und Peter
Gingold. Margret und Alice werden auch über sich selbst sprechen, wie
sie nach 1945 als Kinder und Jugendliche, als Töchter von
Kommunist*Innnen und „Vaterlandsverrätern“ die Zeit des Kalten Krieges
erlebt haben”. In beeindruckender Weise rufen sie auch nach so vielen
Jahren des Widerstands gegen den Faschismus die jungen Menschen auf sich
zu positionieren.

Wie immer ist Theke um 19:00 Uhr und der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr!

Workshoptag

In den letzten Jahren haben sich politische Proteste auf allen Kontinenten gehäuft. Die Zeiten werden unruhiger. Dementsprechend werden auch die Repressionen immer stärker.
Menschen, welche sich vor 20 Jahren an Protesten beteiligt haben sind teilweise nicht mehr Teil politischer Kämpfe, oder sind einfach nicht mehr Teil einer aktiven Demonstrationskultur, da sie sich anderen politischen Tätigkeiten zugewendet haben.
Praxis und Wissen muss daher immer wieder aufgefrischt und weitergegeben werden, um Menschen zu befähigen selbstsicher und reflektiert an Protesten teilzunehmen damit diese sie aktiv mitzugestalten können.
Da jetzt bald sowohl, der AFD Parteitag in Köln, die Maiproteste, als auch G20 vor der Tür stehen haben wir beschlossen, am 08.04.2017 einen Workshoptag für alle Antifaschist*Innen und Demobeginner*innen im AZ Mülheim (Auerstr, 51 45468 Mülheim a.d. Ruhr) anzubieten. Der Tag beginnt um 12 Uhr und endet um 19:35 Uhr.
Selbstverständlich sind wir auch wieder mit unserem Infostand vor Ort und werden euch kräftig mit praktischen Tipps unterstützen. Hier ein detaillierter Tagesablauf:

12:00 Uhr: Gemeinsamer Tageseinstieg mit „Ohne Mampf kein Kampf“

12:35-14:35 Uhr: Was tun wenn’s brennt – Antirepressionsinfovortrag G20 Edition (Rote Hilfe Bochum/Dortmund)

Die Ankündigung Merkels, den G20-Gipfel in Hamburg stattfinden zulassen, hat bei so einigen Irritationen ausgelöst. Ein Sicherheitskonzept für eine Veranstaltung der ‘20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländer’ mitten in einer Großstadt ist unter Sicherheitskräften nicht gerade beliebt. Eine Stadt bietet sehr viel Gefahrenpotenzial für die Herrschenden – und damit viele Aktionsmöglichkeiten für die radikale Linke. Aber der Veranstaltungsort bietet den Herrschenden ebenfalls viel Gelegenheit, eine ganze Palette an bestehenden Repressionsoptionen zu nutzen und wiederum neue auszuprobieren.

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre können und wollen wir jedoch auch hier lernen. Was nimmt man mit zu, was lässt man besser zu Hause, wie können wir die Solidarität in einer solchen Ausnahmesituation aufrecht erhalten? Wir wollen Euch mit diesem Antirepressionsvortrag auf die rechtliche Situation vorbereiten, sowie Verhaltenstipps bei Festnahmen, Verhören und anderen Repressionsmaßnahmen bieten.“

12:35-14:35 Uhr: Erste Hilfe auf Demonstrationen (Demosanis Dortmund)

Auf Demonstrationen und politischen Aktionen geht nicht immer alles rund. Staat und politische Gegner*innen gehen potentiell gewalttätig gegen linke Bewegungen vor. Aber auch ganz banale Dinge wie schlechtes
Schuhwerk oder ein Tag in der prallen Sonne können Ursachen für nicht zu unterschätzende Verletzungen sein.
Grundlegende Kenntnisse in der 1. Hilfe sollen nach Verletzungen Schlimmeres verhindern. In unserem Vortrag gehen wir auf gängige Verletzungen und den jeweiligen Umgang mit ihnen ein. Wir geben Empfehlungen für Verbandsmaterial in eurem Demorucksack und erklären euch den Unterschied zwischen Demosanitäter*innen und dem Rettungsdienst.

15:05-19:05 Uhr: Actiontraining (Skills for Action)

Das moderierte Training soll dazu dienen, Erfahrungen auszutauschen, individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit durch Übungen zu erhöhen, Befürchtungen abzubauen und Neues kennen zu lernen. Grundlegende Inhalte des Trainings sind:
*Überlegungen zu Zivilem Ungehorsam und direkten Aktionen *Was sind Bezugsgruppen und wofür sind sie gut? *Entscheidungsfindung in Bezugsgruppen und zwischen Bezugsgruppen *Wie gelangen wir über Hindernisse an den Ort einer Blockade? *Blockadetechniken mit dem Körper *Mit welchen Formen von Repression müssen wir rechnen und wie gehen wir damit um? *Auf welche etablierten Strukturen können wir zurückgreifen?

Das Training bezieht sich in einigen Punkten auf die Blockade des AFD-Parteitages und den G20-Gipfel, ist aber auch als Vorbereitung auf andere Aktionen sinnvoll. Selbstverständlich sind auch diejenigen eingeladen, die noch nicht genau wissen, ob eine Blockade das richtige für sie ist.

Wir freuen uns über viele Menschen, die diesen Tag für sich nutzen werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Ganzbesondes froh sind wir über die Unterstützung der Genoss*Innen von Lila Lautstark, welche uns als Awarenesssteam unterstützen wird. Außerdem wird es verschiedene Infostände geben. Selbstverständlich sind wir auch mit einem Infotisch vor Ort.
Mit diesem Workshop rufen wir gleichzeitig alle Menschen auf dem Puls der Zeit zu folgen und sich an gegenwärtigen und zukünftigen Protesten zu beteiligen. Lasst uns gemeinsam noch mehr Unruhe stiften. Für eine gemeinsame, herrschaftsfreie Zukunft.

Schwarzer Tresen 23.03.2017

Was ist anarchosyndikalistische Organisationsweise?

Unter Anarchosyndikalist*innen wird oft ein Ideal der Organisation
diskutiert und geträumt. Wie lassen sich diese Ideale, mit einer großen
Anzahl von Menschen, an den unterschiedlichsten Orten im Hier und Jetzt
praktisch umsetzen?
Der Vortrag betrachtet unter welchen Prinzipien anarchosyndikalistische
Organisationen weltweit den Versuch unternehmen Ideal und Praxis unter
einen Hut zu bringen.

Beginn: 19.00 Uhr

Vortrag: 19.30 Uhr