Archiv der Kategorie 'Veröffentlichungen'

Auflösungserklärung

Liebe Leute,

nach langem hin und her haben wir beschlossen das Schwarze Brett nach zwei Jahren entgültig aufzulösen.
Wir blicken mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf viele Erlebnisse zurück.
Unsere Lebensumstände, sowie Perspektiven haben sich deutlich verändert und wir haben einfach niemanden für unsere Arbeit begeistern können, sodass wir dieses Projekt nicht weiterführen können. Dabei können wir nach 100 Infoständen, einigen Vorträgen, Workshops und co mit Erfolg auf unsere Arbeit zurückblicken. Wir haben tausende Broschüren kostenlos an den Menschen gebracht, politsche Projekte unterstützt und das Modell Infostand nach vorne gebracht.
Natürlich werden wir in Zukunft weiter unser politisches Unwesen treiben. Nur nicht mehr als das Schwarze Brett.

Team AGSB

Schwarzer Tresen: 23.11.17 Anarchosyndikalismus in Mühlheim von 1914-1945

Heute ist fast vergessen, dass Mülheim an der Ruhr von 1918-1923 eines der Zentren der anarchosyndikalistischen Bewegung in Deutschland war. Die Freie Arbeiter Union Deutschlansds (FAUD) hatte auf ihrem Höhepunkt ca. 8000 Mitglieder und war die dominierende Arbeiterorganisation in der Stadt. Durch staatliche Repression und Massenentlassungen verlor die FAUD nach 1923 den größten Teil ihrer Mitglieder und Ende der Weimarer Republik gehörten ihr nur noch wenige Mitglieder an. Aber ihr Einfluss reichte bis in die Nachkriegszeit. Wenn die Antifa-Bewegung in Mühlheim “syndikalistische Züge” trug, wie der Historiker Peter Brandt schrieb, hing dies mit der Vergangenheit ihrer führenden Aktivisten zusammen. Neben dem 1. Vorsitzenden des DGB, Heinrich Melzer, gehörten auch der 2. Vorsitzende und spätere Landtagsabgeordnete der SPD, Heinrich Bruckhoff sowie der Betriebsratsvorsitzende von Thyssen, vor 1933 zu den führenden Anarchosyndikalisten Mühlheims.

Termin: Donnerstag am 23.11.17 im AZ Mülheim

Theke: 19:00 Uhr

Vortrag: 19:30 Uhr

Wir machen Pause ab dem 01.10.17

Liebe Leute,

nach einigen Irrungen und Wirrungen haben wir beschlossen unsere Winterpause vorzuziehen und zum 01. Oktober in den Urlaub zu gehen. Wir wollen Energie auftanken, neue Pläne schmieden und gestärkt, mit neuer Kraft zurückkehren. Keine Panik wir sind nicht ganz weg!
Unsere Pause betrifft nicht den Schwarzen Tresen am 23.11.17 im AZ Mülheim. Dieses anarchosyndikalistische Schmankerl können wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Auf unsere Infostände müsst ihr vorerst überwiegend verzichten. Einzig der Infostand beim Antifacafe Ruhr wird vorerst weiter bestehen.
Wir werden den Facebookaccount weiterbedienen und euch auf dem neusten Stand halten. Achtet auf Ankündigungen…..

Zum Abschied in den Urlaub empfehlen wir euch dieses Lied:

Alerta & Anarchie für alle

Eure Anarchistische Gruppe Schwarzes Brett

Schwarzer Tresen 28.09.17

Rirette Maîtrejean

Der Lebenslauf einer Anarchafeministin und Individualanarchistin im französischen „Milieu libre“, die sich laut und entschlossen gegen den anarchistischen Terrorismus und gegen den Staatsterror wandte

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Lou Marin, Marseille/Frankreich

Rirette Maîtrejean (1887-1968), Anarchafeministin und Individualanarchistin im französischen Milieu libre vor dem Ersten Weltkrieg, wandte sich in ihren Souvenirs d’anarchie (1913) entschieden gegen anarchistische Attentate und Raubüberfälle, von denen besonders die „Affäre Bonnot“ bis heute erinnert wird.

Die daraus entstandenen konfliktgeladenen Diskussionen führten zur Schwächung der anarchistischen Massenbewegung beim Kriegseintritt Frankreichs 1914. Die staatliche Repressionswelle traf nicht nur das vielfach von Anarchafeministinnen geprägte lebensreformerische und individualanarchistische Milieu, sondern zwang auch alle anderen anarchistischen Strömungen (u.a. Syndikalismus, kommunistischer Anarchismus) dazu, Stellung zu beziehen.

Rirette Maîtrejean argumentierte in den Zwanziger- und Dreißigerjahren gegen ihren ehemaligen Lebenspartner und Gesinnungsgenossen Victor Serge, als dieser als Konsequenz aus dem gescheiterten „Illegalismus“ den Staatsterror der jungen Sowjetunion befürwortete. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg begegnete sie Albert Camus, der ihre Erfahrungen in seiner Kritik des Nihilismus ausformulierte.

Die Buchvorstellung bietet die Möglichkeit, sich mit Leben und Werk der bisher im deutschsprachigen Raum unbekannten Rirette Maîtrejean auseinanderzusetzen.

Theke 19:00 Uhr und Vortragsbeginn 19:30 Uhr im AZ Mülheim

Klimaaktivistischer Workshoptag 12.08.17

Seit Jahrzehnten verschlechtern sich die klimatischen Bedingungen auf der ganzen Welt.
Wir brauchen gar nicht so lange nach Klimaschäden zu suchen. Sie begleiten den Alltag jedes Einzelnen von uns. Wer dann doch die harte Nummer will, den laden wir ein das rheinische Braunkohle Revier aufzusuchen und das gigantische Ausmaß von Zerstörung zu besichtigen. Das rheinische Braunkohlerevier ist der größte CO2 Killer in Europa. Wer hätte es gedacht. Politik und Wirtschaft haben bisher kein Interesse gezeigt dem ein Ende zu setzen. Wer wirkliche Veränderung will, muss selbst aktiv werden.
Daher laden wir euch am 12.08.2017 zum klimaaktivistischen Workshop im AZ Mülheim ein. Der Workshop richtet sich vor allem an Klimaaktivist*Innen, die im besten Fall bereits eine Bezugsgruppe gefunden und Interesse an Kleingruppenaktionen haben. Ziel ist es alle Teilnehmenden bei der Optimierung ihrer kommenden Protestaktionen zu unterstützen.
Der Workshoptag findet in Kooperation mit dem Hambacher Forst und der libertären Klimakampagne Zucker im Tank statt.
Die Veranstaltung startet um 11 Uhr. Schlafplätze können, ggf. begrenzt zur Verfügung gestellt werden. Im Folgenden findet ihr den Tagesablauf:

11:00-11:35 Uhr Tageseinstieg

11:35-14:35 Uhr Gesa und Knast

Zucker im Tank bietet einen Workshop zum Thema Gesa
(Gefangenensammelstelle) und Knast an. Wir glauben das Thema sollte
nicht zu kurz kommen, da das Repressionsorgan nicht abnimmt. Der
Workshop ist dazu da, auf Erfahrungen zurückzugreifen und sich selber
in dem Punkt reflektieren zu können.

Referent*In: Zucker im Tank

11:35-13:05 Uhr Umfeldworkshop

Unsere Mobi zielt in erster Linie auf die Aktionstage im Rheinischen
Brauchkohlerevier ab. Damit auch ihr die Umgebung kennt und
strategische Punkte kennenlernt, haben wir einen Workshop
zusammengestellt der unser Wissen zum Revier an euch weitergeben soll.

Referent*In: Zucker im Tank

13:05-13:30 Uhr Pause

13:30-16:30 Uhr Basteln

Eine Aktion besteht nicht immer nur aus uns Menschen allein, kleine
Hilfmittel können zu einer gelungenen Aktion beitragen.

Referent*In: Zucker im Tank

13:30-16:30 Uhr Klettern

Auf Bäumen rum klettern ist für viele Dinge gut. Mensch kann sie besetzen, Transpis in ihnen aufhängen und einfach mal von oben über die Bullen lachen, die versuchen dich runterzukriegen. Und weil klettern nicht so schwer ist, wie es aussieht, wollen wir euch zeigen, wie es geht. Leider haben wir nur Zeit die einfachen Grundlagen zu vermitteln, aber vielleicht hat ja so manch eine*r danach Lust, mehr zu lernen.

Referent*In: Hambacher Forst

16:30-17:30 Uhr Pause

17:30-20:30 Uhr Presse

Zu einer gelungenen Kleingruppen-Aktion gehört oft auch die
Presse-Arbeit. Wie ihr eure Botschaft medienwirksam verpacken und
selbstbewusst mit Journalist*innen umgehen könnt, lernt ihr in diesem
Workshop.

Referent*In: Zucker im Tank

17:30-19:30 Uhr Vortrag: Direkte Aktionen im Hambacher Forst

Seit fünf Jahren ist der Hambacher Wald besetzt, um ihn vor den Kettensägen RWEs zu beschützen und der Umweltzerstörungen durch Braunkohleabbau entgegenzutreten. Aber was bedeutet das? Hier werden seit fünf Jahren Baumhäuser gebaut, belebt und verteidigt, es werden Bodenstrukturen geschaffen, ein dauerhaftes Wiesenprotestcamp am Leben gehalten und vor allem direkte Aktionen gegen RWE durchgeführt.
Und wenn wir direkte Aktionen gegen RWE durchführen, dann bedeutet das direkte Aktionen gegen Klimawandel, gegen Kapitalismus und Ausbeutung. Gleichzeitig versuchen wir unser Leben im Wald herrschaftsfrei zu gestalten, Gegenstrukturen aufzubauen und Solidarität zu leben.
Aber langsam sind wir am Rande unserer Kapazitäten. Die nächste Rodungssaison beginnt im Oktober, und um RWE etwas entgegensetzen zu können, müssen wir viele sein. Darüber, was in der Vergangenheit passiert ist, darüber, wie du mitmachen kannst, darüber, wie wir gemeinsam für eine Welt jenseits von kapitalistischen Zwängen kämpfen können, wollen wir reden.

Referent*In: Hambacher Forst

Wir freuen uns über viele Menschen, die diesen Tag für sich nutzen werden.Bitte meldet euch bis zum 31.07.17 verbindlich an (Key auf Anfrage verfügbar). Anmelden bitte ausschließlich hier. Es wird verschiedene Infostände geben und wir werden erfreulicherweise wieder von ohne Mampf kein Kampf unterstützt.
ACHTUNG: DIE ANMELDEFRIST WURDE AUFGEHOBEN. TEILNAHME NUN AUCH OHNE ANMELDEFRSIT MÖGLICH
Selbstverständlich rufen wir auch dazu auf sich an Protesten gegen die Rodung des Hambacher Forstes, beim Klimacamp im Rheinland und dem Aktionstagen zu beteiligen und auch grundsätzlich nationale wie internationale Proteste zu unterstützen. Gerne könnt ihr unsere Veranstaltung mitbewerben.

Up the trees down with capitalism.

Bis baldigst
Anarchistische Gruppe Schwarzes Brett