Archiv für Oktober 2016

Schwarzer Tresen 27.10.2016

Einführung in den Anarchafeminismus

Was ist Anarcha-Feminismus?

Ist der Anarchismus von sich aus eine feministische Strömung? Welche Kritik gibt es an der (weißen und bürgerlichen) feministischen Geschichtsschreibung aus libertärer Perspektive? Wie hat sich Anarcha-Feminismus entwickelt und welche Grsuppen und Personen waren dabei prägend? Was bedeutet das alles für anarchistische und feministische Bewegungen heute?
Zu diesen Fragen wird es einen Input von etwa 45 Min. geben um danach gemeinsam zu diskutieren.

Introduction to anarcha-feminism

Is anarchism inherently feminist? Which aspects does anarchism criticise when it comes to white and upper_middle-class feminism? How did anarcha-feminism develop? What groups and people were important in evolving it? What’s the meaning of all this for anarchist and feminist movements today?
There will be a short presentation on these questions (about 45 mins) in order to focus on joint discussion afterwards.

Beginn: 19.00 Uhr

Vortrag: 19.30 Uhr

Aufruf Schwarzer Tresen

Wir, das Schwarze Brett kündigen mit Pauken und Trompeten unseren ersten Schwarzen Tresen für den 27.10.2016 im AZ Mülheim an.

Im Bereich Mülheim, Essen, Oberhausen und Duisburg nehmen wir eine Vielzahl anarchistisch, libertär und antiautoriär denkende Menschen wahr. Während es in Städten rund um diese Regionen bereits stabile Gruppierungen gibt, sieht es in unserer Region eher mau aus. Lediglich das FAU Syndikat Duisburg/Ruhrgebiet ist seit eh und je präsent. Leider konnten wir bisher nicht wahrnehmen, dass sich darüber hinaus langfristig aggierende Strukturen bildeten. Dabei braucht es in diesen Zeiten mehr als nur Feuermelderaktionen gegen Nazis und Rechtspopulist*Innen die auch nicht immer das Schlimmste verhindern.
Es braucht soziale Strukturen für Menschen, die Armut und gesellschaftlicher Vereinsamung entfliehen wollen, hin zu einer solidarischen Organisierung des gemeinsamen Alltags, auf der Basis freiwilliger Vereinbarungen.
Nur wenn wir es schaffen so viel wie möglich stabile und langfristig bestehende Strukturen, in allen Lebensbereichen aufzubauen, können wir es schaffen gesellschaftliche Umwälzungsprozesse voranzubringen.

Wir wollen daher eine Plattform bieten um sich zu informieren, zu diskutieren, zu organisieren, zu vernetzen und sich kennenzulernen damit viele großartige Projekte, Gruppen und Aktionen entstehen können.

Der Tresen soll keine theoretische Hochburg werden, sondern unterschiedliche Interessen ansprechen. Aktuelle gesellschaftlich und politisch relevante Themen sollen genauso Platz haben wie historische Themen.

Wir sehen uns dabei nicht primär als Dienstleister*Innen, die für Genoss*Innen und Interessierte Infrastruktur bereitstellen, sondern eher als Partner*Innen, die gemeinsam mit Anderen den Tresen organisieren.
Wenn ihr also eine oder mehrere Ideen habt kontaktiert uns.

Vorerst wird der Tresen jeden zweiten Monat, am vierten Donnerstag stattfinden. Immer mit Vortrag und dem üblichen Rahmenprogramm. Los geht’s um 19:00 Uhr. Der Vortrag beginnt dann um 19:30 Uhr.

Als ersten Vortrag haben wir die Gruppe “About:fem” eingeladen, die uns eine Einführung in den Anarchafeminismus geben wird. Natürlich ist die Auswahl des Vortrags mit Bedacht gewählt worden. Wir beobachten, dass es kaum feministische Strukturen im westlichen Ruhrgebiet gibt, die Herrschaft als Ganzes zur Disskussion stellen. Wir beobachten allerdings sehrwohl großes Interesse, an, im weiteren Sinne feministischen Inhalten. Unser Ziel ist es die Idee und das Anliegen von Anarchafeminismus mehr in die Öffentlichkeit zutragen. Es bleibt für uns zu hoffen, dass der Vortrag einige Viele überzeugt sich herrschaftskritisch zu organisieren.

Wir sehen uns am 27.10.16 ab 19 Uhr im AZ Mülheim.

Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft!